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Einladung zur Jahreshauptversammlung

Wie in den vergangenen Jahren werden wir auch diesmal wieder unseren "Lichtblick" verleihen. Außerdem freuen wir uns, dass die an Lebenserfahrung besonders reiche und rüstige Buchautorin, Bäuerin und Wanderführerin LISL PÖLLINGER aus Bayrischzell ihr Kommen zugesagt hat. Sie liest aus ihren Erinnerungen und weiß vor allem zu berichten, was die Gäste wirklich suchen, die bei uns ihren Urlaub verbringen. Zu den Geschehnissen der letzten Wochen gibt es Folgendes zu berichten: Die Ende November 2009 von der SGT beim Landtag eingereichte Petition zum Erhalt der historischen Bausubstanz von Gut Kaltenbrunn wurde von dem Landtagsabgeordneten Dr. Christian Magerl (Grüne) dahingehend unterstützt, dass er eine Anfrage an die Bayerische Staatsregierung stellte, welche konkreten weiteren Maßnahmen für wann vorgesehen seien, um den Erhalt langfristig zu sichern. Zudem verlangte er Auskunft über die bisher festgestellten Mängel und erkundigte sich nach den Plänen für die weitere Nutzung des Anwesens. In seiner Antwort machte Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch deutlich, dass stete Kontrolle den Erhalt des Gutes sichern soll. Der Minister stellte weiter fest, dass "insbesondere das Gesindehaus und der Rinderstall einen gravierenden Instandhaltungsrückstand mit zahlreichen Schadensbildern aufweise und aus denkmalfachlicher Sicht das Gesindehaus wegen seiner im Kern noch mittelalterlichen Bausubstanz besonders wertvoll sei". Zur besonders komplexen Schadenssituation werde der Eigentümer ein Gutachten erstellen lassen. Diese Aussagen haben wir bereits im Sommer 2008 nach der Urteilsverkündung durch den Obersten Bayerischen Gerichtshof vernommen. Die SGT wird daher zusammen mit unserem Anwalt Fabian Gerstner das Einhalten der gesetzten Fristen genau im Auge behalten. Als Folge des sensationellen Urteils vom Juli 2008 zu Kaltenbrunn melden sich bei uns nach wie vor Bürgerinitiativen aus ganz Bayern, um sich auszutauschen. Zuletzt eine Initiative aus Langenbach (Kreis Freising), die versucht, einen von Bürgermeister und Gemeinderat genehmigten riesigen Gewerbepark und Logistikzentrum auf der grünen Wiese neben dem kleinen Ort zu verhindern. Ebenso kämpft ein Gemeinderat aus Valley mit einer Popularklage gegen die Ausmaße und Gestaltung der Firma Oped in Oberlaindern. Wir haben den Initiator Jürgen Schlichting zu unserer Jahreshauptversammlung eingeladen, um uns darüber zu berichten. In der lokalen Presse haben Sie sicher gelesen, dass die Gemeinde Gmund den Gasthof Maximilian inzwischen erworben hat. Seine außergewöhnliche Geschichte reicht urkundlich zurück bis 1339. 1822 ersteigerte Max I. Joseph die Tafernwirtschaft, 1822 kehrten der russische Kaiser Alexander I. und Kaiser Franz I. von Österreich in der Taverne ein. Mit dem Kauf hat die Gemeinde Gmund die Weichen für die Zukunft neu gestellt. Fast 100 Gmunder Bürger nahmen die Einladung von Bürgermeister von Preysing zu einer Ideenwerkstatt an und das erfreuliche Resultat dieser Maximilian-Werkstatt war, dass es um viel mehr ging als nur Abriss oder Nicht-Abriss, sondern um die Gestaltungsmöglichkeiten eines lebendigen Ortsmittelpunktes. Wir haben Herrn von Preysing brieflich für diese Veranstaltung gedankt und angeregt, die geweckte "Mitmach-Begeisterung" durch die Veröffentlichung der Vorschläge lebendig zu halten. Sicher war der Bürgermeister sehr erstaunt, dass die große Mehrheit der Teilnehmer sich für den Erhalt des Originals entschieden hat und er meinte abschließend, "dass das Gebäude aus politischen Gründen wohl erhalten und saniert werden solle". In diesem Zusammenhang scheint mir eine Initiative des Landratsamts Miesbach für unsere Mitglieder besonders interessant: Mit der Foto-Aktion "Wie sehen wir unsere gebaute Heimat?" sind Bürgerinnen und Bürger, sowie unsere Gäste, aufgerufen, aus ihrer Sicht gelungene, sich in unser Landschafts- und Siedlungsbild einfügende Gebäude zu photographieren. "Bewusstseinsbildung zur Architekturqualität" ist ein Projekt im Rahmen des Landkreisentwicklungskonzeptes und will dazu beitragen, dass u. a. durch Erhalt historischer Bausubstanz und sich einfügende hochwertige Architektur bei Neubauten der Landkreis Miesbach zukünftig als Premiumregion für Architektur bekannt wird. Fotos sind beim Landratsamt Miesbach einzureichen - bis 10. Juni 2010. Adresse: architektur-fotos@lra-mb.bayern.de (Kontakt E-Mail: anton.scherer. @lra-mb.bayern.de oder Tel: 08025 - 704 179). Am 04. März hat die SGT eine erneute Stellungnahme zum Bau einer weiteren Stegtrasse zwischen August-Macke-Anlage und Länd in Tegernsee an verschiedene Ministerien, die Stadt Tegernsee, das LRA Miesbach, sowie Kopie an die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung, geschickt. Die SGT ist entschieden der Meinung, dass neben anderen in unserer Stellungnahme aufgeführten Gründen (siehe unsere Internet-Seite) vor allem die optische Beeinträchtigung des historisch gewachsenen Uferlandschaftsbildes durch diese weitere Stegtrasse unverantwortlich wäre, ganz abgesehen von der starken Außenwirkung als Präzedenzfall für andere bayerische Seen und Gemeinden. Abschließend möchten wir alle Interessierten - zusätzlich zu unserer Jahreshauptversammlung am 16. April - zu einer geführten Waldbegehung am Freitag, 07. Mai 2010, einladen. Die Wanderung steht im Zusammenhang mit unserer Veranstaltung vom vergangenen Herbst zum Bergwald und zur geologischen Situation im Tegernseer Tal. Genauen Treffpunkt und Uhrzeit erfahren Sie rechtzeitig durch unseren damaligen Referenten, Forstdirektor Ully Schweizer, zu unserer Hauptversammlung oder aus der lokalen Presse. Um einen regen Gedankenaustausch möglich zu machen, würden wir uns über ihr zahlreiches Erscheinen zu unserer Jahreshauptversammlung sehr freuen. Bis dahin verbleibe ich mit den besten Wünschen für ein sonniges Osterfest und freundlichen Grüßen, ihre Angela Brogsitter-Finck für den Vorstand

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