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Glosse: Warum heißt Landschaftsschutz eigentlich Landschaftsschutz?

Warum heißt Landschaftsschutz
eigentlich Landschaftsschutz?

Es war genau diese sehr bemerkenswerte Begründung bei der Abweisung der Popularklage gegen die jüngsten Herausnahmen aus dem Landschafts-Schutzgebiet Egarten – die macht sehr nachdenklich. Zitat:

“Gleichwohl erscheint angesichts der Größe der verbleibenden, unter Schutz gestellten Flächen die Grenze noch nicht überschritten, von der an der Schutzzweck der Landschaftsschutzgebietsverordnung nicht mehr zu erreichen ist” ...... nachzulesen im Leitsatz 2 zum Urteil des Bayerischen Verfassungsgerichtshof.

Als Laie ist man da eher sprachlos – wenn also die Grenze noch nicht überschritten “erscheint”, liegt es doch nahe, dass kein Mensch so genau weiß, wann und wo diese Grenze tatsächlich überschritten ist. Und wenn die Übertretung erstmal geschafft ist, nimmt man demnach in Kauf, dass der Schutzzweck “nicht mehr zu erreichen ist”. Das wäre dann eine etwas eigenartige Logik, oder? Zu Ende gedacht , bietet sich folgende Definition an:

“Landschaftsschutz heißt Landschaftsschutz, wenn die Bürger vor einem Zuviel an Landschaft geschützt werden”. Der Gemeinderat von Gmund hat in logischer Konsequenz einer weiteren Herausnahme aus der Egarten-Landschaft bereits grünes Licht gegeben. Mit der Begründung, durch die vorherige Herausnahme für das Abfüll- und Logistik-Center des Tegernseer Brauhauses sei ja bereits eine Anbindung geschaffen.

Schicksal, nimm deinen Lauf.

“Ella Bätsch”



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