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Jahresrckblick

SGT JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG 19. April 2013 in der Naturkäserei Tegernseerland

JAHRESRÜCKBLICK

Liebe Freunde der Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal,

zu unserer Jahreshauptversammlung begrüße ich Sie alle – Mitglieder und Nichtmitglieder – sehr herzlich. Unser besonderer Dank gilt dem Team der Naturkäserei, die es uns wieder erlaubt, unsere Veranstaltung in diesem gemütlichen, authentischen schönen Ambiente zu begehen. Begrüßen möchte ich den Vertreter der Tegernseer Zeitung, Klaus Wiendl, Gisela Hölscher, Gemeinderätin aus Waakirchen, die das Bürgerbegehren am Margarethenhof/Lanserhof mitinitiiert hat, Bernd Löffel von den Gmunder Grünen, Bernd Kuntze-Fechner von der Wiesseer SPD, Balthasar Brandhofer, der sich um ein Landtagsmandat für den Landkreis Miesbach, Bad Feilnbach, Feldkirchen-Westerham für die Freien Wähler bewirbt, sowie Manfred Burger vom Bund Naturschutz und Gerhard Kinshofer vom Landesbund für Vogelschutz.

Eine kleine Randnotiz zu Beginn: Vor 14 Tagen erhielt ich den Austrittswunsch eines Rottacher Mitglieds, allerdings ohne Angabe seines Kündigungsmotivs. Ich rief ihn an und er bekräftigte, es habe absolut nichts mit unserer Arbeit zu tun, er schätze unsere Arbeit sehr, sehe aber anhand der politischen Konstellation und der Übermacht der Lobbyisten , wie aussichtslos all unsere Bemühungen letztendlich doch seien. Er habe resigniert. Traurig, aber verständlich. Hier möchte ich nun Folgendes dagegenhalten: während unseres vergangenen Jubiläumsjahres – 40 Jahre genau – haben wir so hochkarätige Unterstützung erhalten, dass wir sicher nicht aufgeben, sondern auch zukünftig versuchen werden, unsere Mitbürger für die Verletzlichkeit unserer Landschaft zu sensibilisieren und dies mit Hilfe herausragender Persönlichkeiten zu untermauern.

Februar 2012 kam unser oberster Denkmalschützer, Prof. Dr. Egon Johannes Greipl, der gerade die Wichtigkeit bürgerlichen Engagements zu seinem Thema machte. Wir unterstützen ihn nun in seinen Bemühungen um die Verhinderung eines Baufrevels im Kloster Benediktbeuern. Mehr dazu am Ende meines Rückblicks. Professor Greipl meinte sehr treffend: „Was weg ist, ist weg !! „Unsere Ortsbilder und Denkmäler sind vielerorts Vergangenheit. Übrig geblieben sind ein paar „Traditionsinseln“, wie sie die Reisenden aus Übersee gerne sehen. Wer in das bayerische Hinterland fährt, sieht eine Mischung aus Energielandschaften, Gewerbegebieten, verödeten Dörfern und Wohnsiedlungen. Greipl appeliert an alle politischen Entscheidungsträger: „BAYERN IST EIN KULTURSTAAT UND MUSS ES BLEIBEN!!! Schon 1973 hatte der ehemalige Kultusminister Hans Maier gewarnt, dass das Einzigartige und Besondere, was aus vergangenen Tagen auf uns gekommen ist und Bayern hervorhebt, nicht in einer oder zwei Generationen vom Erdboden verschwindet.

Im Juni erlebten wir den begnadeten Dokumentarfilmer Dieter Wieland, der davon sprach, dass „Kulturlandschaft“ heute kein friedliches, heiteres Feld, sondern ein politisches, stark vermintes, heißes Feld ist. Und dass alle ran wollen an diesen „Kuchen Kulturlandschaft“, nach dem Motto „Finanzplatz Landschaft“ (unser Seegeist nennt es einen „Finanz-Tsunami“, der durch unser Tal fegt ), und Kulturlandschaft nicht länger Fundament unseres Lebens, Fundament unserer Geschichte, unserer kulturellen Entwicklung ist. Wieland bestärkte uns, für uns alle und unsere Nachkommen die gefährdete, zerbrechliche Schönheit unserer Landschaft vor Egoismus, Dummheit, Blindheit und rücksichtsloser Geschäftemacherei zu retten und zu erhalten. Eigentlich, so Wieland, war schon 1907 alles erkannt, alles schon in Gesetzen beschlossen, nämlich die Pflicht für jeden Baumeister, einen Bau in die gegebene Landschaft hinein zu erdenken, ortsübliche Bauweise, einheimische Materialien, eingehende Studien an Ort und Stelle über die Lage des Bauplatzes in der Landschaft …. …

Zusammengefasst in den Erlassen des Königlich-Bayerischen Staatsministerium des Innern unter Regierungspräsident Gustav von Kahr ! Leider leiden damals wie heute diese hellsichtigen Gesetze in der Praxis an der eingeschränkten Wahrnehmungsfähigkeit der unteren ausführenden Behörden oder der Politiker vor Ort, im Parlament.
„Es gehört zu den vorrangigen Aufgaben von Staat und Gemeinden mit Naturgütern schonend und sparsam umzugehen, natürliche Lebensgrundlagen zu schützen.“ Wir alle wissen, wie die Realität aussieht. Damit leere Grundstücke nicht versauern, will die Staatsregierung im neuen Landesentwicklungsplan (LEP) die Vorgaben für neue Gewerbegebiete, Discounter und Hotels in der freien Landschaft kräftig lockern. Daran besteht schon jetzt kein Zweifel, wenn wir die ominöse Bebauung an der Kreuzstraße, den neuen Margarethen-/Lanserhof in Marienstein, die Vorbereitungen für den neuen Zuchtverband in Miesbach, das geplante „Almdorf“ in Tegernsee, das Landbaderfeld in Dürnbach, und nicht zu vergessen den „Leeberg“ in Tegernsee vor Augen halten. Zu letzterem erhielt ich vor einigen Tagen einen Anruf von Alexandra Kraus. Offensichtlich geht es jetzt doch der Prinz-Karl-Kapellen-Umgebung an den Kragen. Außerdem hätten oberhalb am Höhenweg massive Baumfällungen stattgefunden und es sei ein neuer Transportweg entstanden. Gehen Sie den Höhenweg von Tegernsee nach Rottach und schauen Sie sich das an. Auch die massive Bebauung an der Fromundstraße an gefährdeter Stelle lässt einen schaudern (zu sehen auf unserer Internetseite). Es hat sich übrigens inzwischen eingebürgert, dass Landrat, Bürgermeister und Kreistag nach der Verwirklichung eines großen Bauvorhabens bezüglich einer Erweiterung nur den Satz „die Gegend ist ja eh schon vorbeschädigt“ von sich geben.
Unser couragiertes Mitglied Karl Brutscher hat gegen die unzähligen Herausnahmen aus unseren Landschaftsschutzgebieten vor dem Verfassungsgerichtshof auf Einhaltung der Alpenkonvention geklagt. Ein altes Sprichwort nennt das Miesbacher Haglandschaft-Idyll das „bayerische Paradies“. Brutscher ist gescheitert, gibt aber nicht auf, will auf europäischer Ebene seinen Kampf fortsetzen. An dieser Stelle besonderen Dank an ihn !!!
Unter den 96 betrachteten Landkreisen und Städten in Bayern liegt der Landkreis Miesbach beim prozentualen Grünlandverlust seit dem Jahr 2005 an 10. Stelle, beim realen Verlust sogar an 4. STELLE !!!!! ( 2.803,48 ha - A. Sprinkart Grünlandumbruch) Unser engagiertes Mitglied Annelise Lintzmeyer schrieb kürzlich in einem Leserbrief: „Die Gemeinde Irschenberg ist über viele Generationen mit ihrer grandiosen Voralpenlandschaft und vielseitigen natürlichen Landschaftsgliederung behutsam und verantwortungsvoll umgegangen. Die Verlagerung der Kontrolle der kommunalen Planungshoheit von den Bezirksregierungen auf die untere Verwaltungsebene, sprich Landratsämter, hat in Bayern im Hinblick auf Landschaftszersiedelung/Flächenverbrauch und planerischen Wildwuchs Tür und Tor geöffnet. Das Totschlagargument „Gewerbesteuer und Arbeitsplätze“ lassen JEDE Sensibilität für Landschaft und Natur vermissen. Es wäre an der Zeit, dass unsere Entscheidungsträger WIRTSCHAFTLICHE PROSPERITÄT UND DEN SCHUTZ UNSERER KULTURLANDSCHAFT NICHT LÄNGER ALS GEGENSÄTZE BEGREIFEN !“ An dieser Stelle auch Frau Lintzmeyer besonderen Dank für ihr großes Engagement in vielerlei Hinsicht.
Wir sind in Kontakt mit dem Photographen Robert Schlaug, der eine Fotodokumentation über den enormen Flächenverbrauch in ganz Bayern plant. Er ist der Meinung, dass das „Traumland Bayern“ immer mehr zur Utopie werde. Stattdessen seien wir auf dem besten Weg, unser ehemals wunderbares Bayern immer mehr zu verschandeln. Er wird auch zu uns kommen, Themen für seinen Film haben wir zur Genüge !

Im vergangenen November war Prof. Dr. Karl Ganser unser Gast mit dem Thema: „Lässt sich Tourismus kultivieren ?“ Er sagte ganz klar und deutlich: „Der Tegernsee steht an der Wende. Noch ein paar Jahre weiter so, dann gibt es kein Zurück mehr zu einer Landschaft mit Kultur !“ Seinen Vortrag mit aussagekräftigen Bildern werden wir versuchen, drucken zu lassen und zu vervielfältigen, ein Nachlesen lohnt sich.

Im Februar 2013 ein weiteres Glanzlicht. Unser neues Ehrenmitglied, der Architekt Heiner Förderreuther, der uns seit vielen Jahren mit Rat und Tat zur Seite steht und schon vor 2 Jahren mit seinem Vortrag „Gestalt und Funktion des Tegernseer Tals“ das Publikum in seinen Bann zog. Sein Thema dieses Mal: „Das Tegernseer Tal und das Brutto-Sozialprodukt“. Förderreuther sieht das Tal als ein Organismus, der nur im Ganzen beurteilt werden kann, eine Einheit – die Landschaft das Kapital ! Die Talgemeinden sind deshalb gefordert, ihre Planungshoheit untereinander abzustimmen und zum Wohle der Allgemeinheit auszuüben. Eine Politik, die Einzelnen Vorteile schafft, aber der Gemeinschaft schadet, muss ein Ende finden. Das Einzige, was bisher im Tal nachhaltig gefördert wurde, ist der Raubbau ! Es ist Zeit für die Neubesinnung !

Obwohl Rottachs Bürgermeister Franz Hafner keine Gelegenheit auslässt, uns zu diffamieren und zu attackieren, ist er dennoch mit uns einer Meinung und „fuchsteufelswild“ angesichts der Bauwut in seiner Gemeinde. Grundstückseigentümer, die ihr Baurecht bis auf den letzten Quadratzentimeter ausreizen und einst idyllische Wohngebiete zu Kasernenstraßen verkommen lassen. Hauptproblem: die Erbengemeinschaften, die oftmals keinen Bezug zum Tal haben und an meistbietende Bauträger veräußern (siehe Sonnenmoosstraße). Die Frage ist offensichtlich: wie kann man das ändern ? Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Gemeinde über ihren Flächennutzungsplan dieser Bauwut nichts entgegenzusetzen hat. Professor Ganser schlägt vor, eine baurechtliche Expertise einzuholen.

In Gmund wird gerade ein neuer Flächennutzungsplan erarbeitet und Bürgermeister von Preysing hat mich zusammen mit 20 Gmunder Bürgern eingeladen, in einem Arbeitskreis mitzuarbeiten. Zur Gemeinde Bad Wiessee und ihrem Bürgermeister Peter Höß haben wir schon lange einen guten Draht und für das „Jahrhundert-Projekt Jodschwefel-Bad“ wünschen wir der Gemeinde ein glückliches Händchen und viel Erfolg. Es ist so wichtig für das Kurbad ! Trotzdem, was sich an Bauwut bei uns abspielt, lässt sich nur noch schwer beschreiben: Quercherfeld am Semmelberg, der schöne Jägerhof in der Koglkopfstrasse Bad Wiessee muss nun endgültig einer massiven Bebauung weichen, Bachmair an der Weissach – hier machte uns Herr Jung gerade auf eine massive Abholzaktion aufmerksam. Und was bringen ein- bis zweitausend Eventarena-Besucher eigentlich unserem Tal und seiner Gastronomie, außer noch mehr Verkehr und Lärm, was Bürgermeister von Preysing kürzlich sehr klug erkannt hat. Weiter geht ´s mit dem Grundstück der Hypo-Vereinsbank in Tegernsee Süd, der Erweiterung der Orthopädischen Klinik Tegernsee, Bach-Verlegung für die Fa. Stang in Mossrain. Am Tegernseer Berg, Neureuthstraße, spricht Herr Menge nur vom „Bermuda-Dreieck“ - oben rechts Erweiterung des Westerhofs von 100 auf 300 Betten, links das geplante „Almdorf“, das weder mit Alm noch mit der gewachsenen Struktur eines Dorfes etwas zu tun hat, links darunter das Hotel „Das Tegernsee“, das akurat zum 100. Geburtstag des Malers Ludwig Gschossmann – wie pietätvoll – sein kleines, liebes Haus abgerissen hat, um zwei großen Neubauten Platz zu machen. Zwei Leserbriefe von Gästen wurden kürzlich in unserer Heimatzeitung abgedruckt. Tenor: „Es sind die Baulöwen vor Ort und die Spekulanten aus der Ferne mit viel Geld, die die Landschaft zerstören. Die Gäste weichen aus !“ Wo bleibt der Landrat, der einen Baustopp aussprechen könnte und sollte ? Er genehmigt neue Großprojekt, siehe Lanserhof. Vor 2 Jahren bei der Irschenberger McDonald-Areal-Erweiterung meinte Jakob Kreidl zu Ministerpräsident Horst Seehofer : „In ein paar Jahren werden Sie unseren Landkreis nicht wiedererkennen. Herr Ministerpräsident !“ Und irgendwann wird auch die TTT keine Gäste mehr locken können , auch nicht mit der neuen Tegernseer Duft-Kreation ! Es dürfte sowieso ein Rätsel sein, wie unsere nicht erweiterte, sondern nur aufgemöbelte Kläranlage in Louisenthal die Massen an Abwässern noch bewältigen kann ? Der geniale Quer-Denker Christoph Süß äußerte vor einigen Tagen bei seinem Auftritt in Weyarn: „Das Wachstum und unser wirtschaftlicher Wohlstand sorgen für unseren Niedergang. So kann es nicht weitergehen.“ Er verglich das Verhalten der Menschen im Allgemeinen mit der Fahrt der Titanic, sehenden Auges mit Volldampf ins Verderben, wobei sich die Mehrheit unwissend unter Deck beim Amusement im Ballsaal befinde.

Dabei bin ich mir sicher, wir brauchen keine wissenschaftlichen Expertisen zu den Wünschen unserer Gäste. Mit der Globalisierung und Internationalisierung des Lebens nimmt bei vielen Menschen das Bedürfnis nach Nähe, Vertrautheit, Verwurzelung, Geborgenheit, Beheimatung zu.
An 1. Stelle wollen unsere Gäste eine intakte Landschaft und Natur, die auch heute nicht zum Event gestylt werden muss;
An 2. Stelle wünschen sie sich freundliche Gastgeber, die sich gerne mit ihnen austauschen, ihnen raten, was sie unternehmen können und sich anschauen sollten;
An 3. Stelle bayerisches, echtes Lebensgefühl, Authentizität ;
An 4. Stelle wie sagte einst Ex-Minister Thomas Goppel: „Historische Orte sind Magnete für den Tourismus !“

Apropos historische Orte. Was tut sich auf Gut Kaltenbrunn ? Zuletzt sind auch die Pläne der LMU offensichtlich am Geld gescheitert. Die Universität wollte auf dem Gut einen Studiengang für Tourismus- und Gesundheitsmanagement ansiedeln. Auch der Gründer der Hermannsdorfer Landwerkstätten, Karl Ludwig Schweisfurth, hatte nochmals einen Versuch unternommen, wieder Bewegung in seine Idee eines Mustergutes zu bringen. Leider ohne Erfolg, keine Reaktion, keine Antwort, Funkstille. Trotzdem meint Sprecherin Asenstorfer: „Kaltenbrunn sei eine Herzensangelegenheit für Frau Schörghuber !!!“

Tegernseer Tal „quo vadis?“ Die SGT ist kein Träger öffentlicher Belange und hat somit nicht die Macht, Baupläne nach ihren Vorstellungen zu verändern. Eines aber können wir : unsere Mitbürger für die Verletzbarkeit, Zerbrechlichkeit unseres schönen Tales zu sensibilisieren, sie zu motivieren, sich gegen diesen „Finanz-Tsunami“ zur Wehr zu setzen. Unser Seegeist spricht vom „Tatbestand der vorsätzlichen Landschaftsverletzung „(siehe Margarethen/Lanserhof). Nur gemeinsam können wir uns dieser Gier entgegenstellen. An dieser Stelle Dank auch an Viktoria Ziegleder und Albrecht Graf Perponcher für ihren engagierten Einsatz in Sachen „Steg“. Aus unserer Stellungnahme: „Als Max I. Joseph einen Platz für seine Sommerresidenz suchte, stand ihm ganz Bayern offen. Er entschied sich für Tegernsee, „Klein-Venedig“. Der See, das Ufer, dazwischen Ufermauern, aber dazwischen kein „Stelzen-Tatzelwurm“. Dass sich sein Tegernsee in unserer Zeit einmal vom See her gesehen als gehobene Pfahlbausiedlung präsentieren könnte, hätte er sich wohl nicht träumen lassen !“ In der SZ war am 13./14.4.13 übrigens zu lesen, was wir und die Bayerische Schlösserund Seenverwaltung immer befürchtet haben: „Die jüngste Entscheidung am Tegernsee verfolgt Starnbergs Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger mit großem Interesse. Was am Tegernsee geht, sollte auch bei uns klappen !!!“ Aber wir werden die Entscheidung der Bürger akzeptieren, uns auf das geplante Almdorf, den Leeberg, die Orthopädische Klinik, das Hypo-Vereinsbank-Areal konzentrieren.

Zurück zu Kloster Benediktbeuern. Die SGT unterstützt Julia Wolff und ihren Vater Michael Wolff, die am 30. April ihre Bürgerinitiative in Benediktbeuern aus der Taufe heben zum Erhalt des einzigartigen Klosterensembles. Mit dem 1400-jährigen Kloster ist uns eine Großklosteranlage beinahe vollkommen erhalten. Benediktbeuern ist das Wahrzeichen des gesamten Voralpenlandes und der bayerischren Kultur. Dieses hohe Gut darf nicht dadurch beschädigt werden, dass ein gutes Projekt der Fraunhofer Gesellschaft an einem falschen Standort entsteht. Es gibt Alternativen!! Wir wünschen den Wolffs viel Erfolg und weiterhin so viel Mut !! Weitere Informationen auf unserer Internetseite. Ein herzliches „danke“ unserem Mitglied Wolfgang Hiller, ehemaligem stellvertretenden Direktor des Gymnasium Tegernsee und Biologie Lehrer, sowie seinem Kollegen Dietrich von Ribbeck, Kunstexperte und –lehrer, der mit seinen Schülern unzählige Preise für seine genialen Animationsfilme einheimste. Auf ihre beiden Filme „Sommer und Winter am Tegernsee“ sind wir gespannt.

Eine positive Sache entwickelt sich weiter. Unsere beiden letztjährigen Lichtblick-Preisträger Vroni Halmbacher und Sebastian Saurle verfolgen ihr „D ´Obstgarten“-Projekt sehr aktiv und treffen sich mit Interessierten jeden Samstag auf ihrer Wiese in Dürnbach – mit wechselnden Aktivitäten. Einzelheiten in der Presse und auf ihrer und unserer Internetseite.

Abschließend möchte ich meinen Kollegen für die gute Zusammenarbeit danken, vor allem auch Hans-Jürgen Menge, unserem unermüdlichen Leserbriefschreiber und Photographen, sowie Norbert Laube, der uns leider in Richtung Bad Neuenahr verlässt. Viel Glück in der neuen Heimat !

Nachdem ich am Anfang von dem entmutigten Mitglied berichtet habe, freut es mich besonders, auf einen Artikel in der SZ vom 18.4.13 hinzuweisen : „Wo die Natur siegreich blieb“ von Christian Sebald. Ein kleines Buch zum 100. Jubiläum des Bundes Naturschutz erinnert an 40 ! herausragende bayerische Landschaften, die vor dem Zugriff der Industrie- und Freizeitgesellschaft gerettet werden konnten. Der Führer ist ein Manifest und Wanderbuch zugleich. Also, wir sehen – es lohnt doch, nicht aufzugeben , sondern sich zu engagieren !

Dieter Wieland gibt uns abschließend folgenden Rat: „Sprechen Sie unerschrocken und unbeirrbar die Sprache des Herzens, wecken Sie Emotionen und es werden ihnen von allen Seiten Kräfte, Freunde und Mitstreiter zuwachsen !“ Das wünschen wir uns auf im neuen Jahr !

Angela Brogsitter-Finck

P.S. Buchtipp: „Wieviel ist Genug ?“ von Robert und Edward Skidelsky (Kunstmann Verlag)



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