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Leserbrief Tegernseer Zeitung / Miesbacher Merkur

"Wir haben keine Zeit mehr für Stufen"
(Heimatzeitung vom 10. November 2017)


Dass gut 2000 Patienten im Jahr in der Orthopädischen Klinik betreut werden,
ist eine respektable Leistung - angesichts unzulänglich ausgerichteter
Baulichkeiten und ihrer Logistik. Aber: Ist diese Situation denn von gestern
auf heute entstanden? Und wird sie sich nun von heute auf morgen lösen
lassen (Zitat: "alle Treppen auf einmal")?  Das Übersichts-Foto von der
Point in ihrer sensiblen Landschafts-Lage macht deutlich: Es ist viel
gefühlvolle Feinarbeit und das Durchspielen von Gestaltungs-Alternativen
notwendig, um bestehende Bauten zu optimieren - auch mit An- und Zubauten,
die möglichst wenig "ins Auge fallen" sollten. Es geht ja nicht nur formal
um eine geschützte Landschaft, sondern um eine Halbinsel, die noch das
besondere Erscheinungsbild des Tegernsees weithin sichtbar prägt. Mit einem
deutlich veränderten Anblick werden wir alle auf Jahrzehnte leben müssen.
Auch deshalb hat sich z.B. die Schutzgemeinschaft nicht grundsätzlich gegen
Umbaupläne ausgesprochen, wohl aber eine Alternative in Gestaltung und der
exponierten Lage der Therapie-Halle gefordert. Die würde mit 40 x 30 m und
mit 4,50 m Höhe, wenn sie in Ufer-Nähe reichen sollte, ein stattlicher
Kontrast zum Tegernseer Schloss werden.

Eins ist sicher: Arbeit ist genug da - sowohl für die Planer und Entwickler,
wie auch schon für die Mitarbeiter. Deswegen sollte sich die etwas
überraschende Allianz  von Mitarbeitern/ ver.di-Gewerkschaft/
arbeit-schaffendem Unternehmen nicht zu einem Druck auf die Versicherung,
nicht auf die Öffentlichkeit oder Andersdenkende entwickeln, oder gar auf
die Kommunalpolitik. Das Foto zeigt es uns: Diese Landschaft ist auch ein
etwas längeres Nachdenken wert.

Hans Jürgen Menge



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