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Das geschichtsträchtige Gut Kaltenbrunn am Tegernsee soll einem Arabella-Sheraton Hotel-Koloss weichen



Das an der Tegernseer Nordspitze in landschaftlich einmaliger Lage befindliche weithin bekannte Gut Kaltenbrunn ist ein herausragendes und überregional bedeutendes Ensemble, das durch die Integrität von Gelände-, Boden und Baudenkmal charakterisiert ist. Selbst in dem an Substanz so reichen Landkreis Miesbach ist Kaltenbrunn das bedeutendste archäologische Denkmal: Hier befand sich einst eine mittelalterliche Burganlage, von der aus im 8. Jahrhundert die nahe gelegene Benediktinerabtei Tegernsee gegründet wurde. Auf den Grundmauern dieser mittelalterlichen Vorburg entstand im Verlauf der Jahrhunderte der grösste Ökonomiehof des Tegernseer Klosters. In den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts erwarb der Immobilienspekulant Josef Schörghuber Land und Anwesen. Im Jahr 2001 begann auf Anregung des Gmunder Bürgermeisters Georg v. Preysing Stefan Schörghuber mit der Planung eines riesigen Hotelkomplexes, was den weitgehenden Abriss des Vierseithofs und eine erhebliche Ausdehnung abweichend von den bisherigen Gebäudekubaturen zur Folge haben soll.

Durch die geplante übermäßige Gebäudemassierung, mit ihrer architektonischen Uneinfühlsamkeit, würde der unweigerliche Verlust des Denkmals und des damit verbundenen kulturhistorischen Erbes eintreten. Ungeachtet dessen wurde das Projekt gegen alle Einwendungen und Proteste der am Bebauungsplanverfahren beteiligten öffentlichen und privaten Institutionen, allen voran das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, im Dezember 2003 durch einen Feststellungsbeschluss genehmigt. Über die hierbei beteiligten Institutionen hinaus intervenierten beispielsweise auch das Europäische Burgeninstitut, Europa Nostra, der Bayerische Landesdenkmalrat mit einstimmigem Votum und die Bayerische Akademie der Schönen Künste. Letztgenannte Gremien sind eigens von der Bayerischen Staatsregierung berufen, um sie in bedeutenden Fragen zu beraten. Regierungsseitig schloss man sich zwar den Bedenken an, gab wirtschaftlichen Erwägungen jedoch den Vorrang.



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 Zitate:
"Die Geschichte von Kaltenbrunn verpflichtet, und jede Aktivität, heute und in Zukunft wird immer mit dem Augenmerk auf die Tradition dieses geschichtsträchtigen Ortes geschehen."
Josef Schörghuber - 1998

"Das Hof-in-Hof-Konzept erscheint schlüssig" (siehe "Die Alternative")
Georg v. Preysing

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