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5. Erweiterung des Medical Park St. Hubertus



Bei der 5. Erweiterung des Medical Park St. Hubertus wurde ein neuer Kliniktrakt direkt am Seeufer errichtet. Dadurch entstand das längste und größte Gebäude am gesamten Ufer des Tegernsees. Da dieser Baumaßnahme auch das Wäldchen hinter der Kapelle zum allergrößten Teil fallen musste, entstand an einem der markantesten Blickpunkte des gesamten Tegernseer Tales eine 175 m lange, viereinhalbgeschossige Gebäudefront. Zum Vergleich: Das Tegernseer Kloster misst nur 130 m Seitenlänge! Durch den fehlenden Sichtschutz kam nun was bisher versteckt war von fast allen Seiten zum Vorschein. Darüberhinaus wurde direkt an der Grundstücksgrenze in direkter Seenähe ein Parkdeck errichtet, das als Präzedenzfall nur noch durch das Parkhaus der neuen Spielbank getoppt wird. Die SGT war nie grundsätzlich gegen eine Erweiterung der Klinik, allerdings gegen eine derart massive Bebauung in unmittelbarer Seenähe.


Warum wandte sich die SGT gegen das Projekt ?

1. Erheblicher Eingriff in geschützte Heimatlandschaft
Die Hubertus-Klinik bildet einen der markantesten Blickpunkte des gesamten Tegernseer Tals: Nicht nur von Tegernsee, auch von der Wiesseer Uferpromenade aus blickt man direkt auf den riesigen Kasten der erweiterten Klinik. Mit seinen 175 Metern Länge und einer Höhe von 4 Geschoßen übertrifft er sogar das Tegernseer Kloster um ein erhebliches Maß;. Der Schaden für die gesamte Landschaft des gesamten Tegernsees ist unermesslich, v.a. aber auch unwiederruflich. Wirtschaftliche Konjunkturen wechseln, große Gebäude bleiben stehen.

2. Die Zerstörung der Uferpromenade und, mittelbar, des Strandbads. Erweiterungsbau und Parkdeck verdünnen - was ja wegen des Seeblicks auch gewünscht ist - den umgebenden Wald so sehr, dass der riesige Neubau ohne ausreichenden Blickschutz direkt am See aufragen würde. Und nicht nur von der schönen Bucht des Strandbads aus würde man direkt auf das bis zur Grundstücksgrenze reichende Parkdeck schauen.

3. Mangelndes Vertrauen angesichts immer neuer Erweiterungen des Komplexes
Die jüngste Erweiterung des Medical Parks ist die fünfte seit 1989: Immer wieder gelang es dem Betreiber Gründe zu finden, warum man ausbauen müsse.

4. Die wirtschaftliche Bedeutung von 80 neuen Betten muss gegen den erheblichen, auch wirtschaftlichen Schaden für das Tegernseer Tal abgewogen werden. Der Medical Park St. Hubertus hat eine nicht zu leugnende wirtschaftliche Bedeutung für Bad Wiessee. Es besteht keine zwingende Notwendigkeit, das Gebäude ausgerechnet unmittelbar am Seeufer zu errichten. Vielmehr gibt es eine ganze Reihe alternativer Möglichkeiten, die zu prüfen freilich nicht unsere Sache ist. Wir sind nicht gegen die Klinik, sondern nur gegen den Standort. Die Entcheidung für diesen Neubau wird dem bedeutenden Standortvorteil von Bad Wiessee, nämlich dem Tourismus, der in erster Linie von der Landschaft lebt, schweren und v.a. dauerhaften Schaden zufügen.

Dass die SGT die bereits realisierte Klinikerweiterung des Medical Parks auch heute noch als ein charakteristisches Fallbeispiel thematisiert, hat seine Ursache nicht darin - wie Peter Rothemund, der damalige Vorstandsvorsitzende des Unternehmens vermutete - dass man nicht verlieren könne oder eine Profilneurose habe. Vielmehr ist es Ziel der SGT in der Öffentlichkeit darzustellen, dass die Informationspolitik des Bauwerbers während des Genehmigungsverfahrens und der Bauabwicklung in entscheidenden Punkten, die gerade die im Tal lebende Bevölkerung tangieren, nicht wahrheitsgetreu war.

Gegenstand vieler Diskussionen waren stets die den Neubau umgebenden Bäume, die nach Meinung der Projektgegner und auch von Experten schon so geschwächt erschienen, dass man von derem baldigen Ende ausgehen musste. Projektbefürworter wie die Vertreter des Bauherrn oder die Mehrheit des Wiesseer Gemeinderates stritten dies jedoch vehement ab und waren sich in einem dauerhaften Sichtschutz durch den Baumbestand einig.

Seit der Realisierung des Neubaus wurde der umgebende Baumbestand bis in die jüngste Zeit mehrfach durch Fällaktionen drastisch reduziert. Das erste Mal war die Schaffung einer Feuerwehrzufahrt der Grund, man hatte sie im Planungsverfahren offensichtlich "vergessen". Beim zweiten Mal musste das Landratsamt zustimmen, weil es sich - wie von uns schon prognostiziert - um plötzlich erkrankte Bäume handelte. Der Antrag auf Fällung einer weitaus größeren Zahl von Bäumen wurde vom Landratsamt aber zunächst abgelehnt. Am 21. Januar 2004 fand eine Rodungsaktion in großem Stile statt, diesmal ohne behördliche Genehmigung, wie uns das Landratsamt auf sofortige Nachfrage mitteilte. Auch diesmal wurden große Bäume gefällt und der verbliebene Bestand großzügig entastet. Mittlerweile sorgen auch Sturmschäden an den aus dem Verbund gelösten noch verbliebenen Bäumen für eine Reduzierung des Sichtschutzes. Die vollmundig angekündigten Ausgleichspflanzungen konnten zunächst nicht festgestellt werden, durch unsere stetige Öffentlichkeitsarbeit aber musste der Betreiber nun doch entsprechende Anpflanzungen vornehmen, die jedoch auch für die nächsten Jahre keinen ausreichenden Sichtschutz darstellen werden.




"Die Fotomontage der SGT ist lächerlich"
Kurt Sareiter, 2. Bürgermeister von Bad Wiessee


Die Fotomontage der SGT (Blick von Tegernsee)


Wo sind nur die Bäume geblieben?


Fotomontage der SGT (Blick von Bad Wiessee)



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 Zitate:
"Der Erholungswald ist vollständig zu erhalten."
Stellungnahme Forstamt Kreuth

"Am See bleibt eine durchgängige Kulisse an Bäumen erhalten."
F.A. Mayer, Architekt

"Die Fotomontagen der SGT sind eine bewusste Irreführung der Bevölkerung... Der Baumbestand auf der Nord- und Ostseite wird erhalten bleiben."
P. Rothemund, Vorstandsvorsitzender Medical Park, Pressekonferenz 11.07.02

"Auf den Anbau gibt es aufgrund des Baumbestandes so gut wie keinen Durchblick"
F.A. Mayer, Architekt

"Jetzt noch großzügiger... Alle Zimmer mit Seeblick"
Homepage Medical Park

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